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Der Eskapodcast

Lesedauer 2 Minuten

Postcast-Challenge #8

Der Eskapismus beschreibt die Flucht aus der realen Welt hinein in eigene oder fremde imaginäre Welten in all ihren Ausprägungen von Fantasy bis Science Fiction.

Was erwarten ich also von einem Podcast, der sich selbst als Realitätsflucht bezeichnet? Und muss jede imaginäre Welt ein Bruch mit der realen sein? Doch halt! Ich will ja nicht meine halbgaren philosophischen Gedanken verbreiten, sondern über mein Hörerlebnis des Eskapodcasts berichten.

Den Eskapodcast darf man sicherlich als Urgestein der PnP-Podcastszene bezeichnen, dessen erste Folge schon 2015 über den Äther ging, als diese noch nicht derart angesagt waren. Seitdem sind fast 200 Folgen erschienen (ja, die 200. werden sie wohl dieses Jahr im Sommer noch knacken).

Er besticht aus meiner Sicht vor allem durch seine Gespräche und Interviews, die stark am Interviewpartner ausgerichtet sind. Sie stellen Fragen, die die Expertisen des Geladenen offenen legen. Auch die Gespräche der Macher unter sich sind sehr hörenswert. Ich habe keine Folge gehört, welches belanglos oder beliebig austauschbar gewesen wäre. Zudem überzeugten mich die Struktur der Interviews, was wiederum auf eine gute und sorgfältige Vorbereitung hinweist. Die Eskapodcastler philosophieren mit ihren Gästen angenehm entspannt über alle Belange des Nerdigen.

Hinter dieser Entspanntheit steckt allerdings ein „aber“. So ganz nebenbei hören konnte ich den Eskapodcast dann doch nicht. Zumindest mir, der von Multitasking nicht viel hält (oder nicht beherrscht), wären zu viele Informationen verloren gegangen. Ich empfand einige Podcaststellen als zu schnell und getrieben. Die Fragen und Antworten folgen in einer Schlagzahl, bei der ich mich fragte, vor wem sie auf der Flucht sind. Mir fehlt dann und wann so ein bis zwei Sekunden, um das Gehörte aufzunehmen und einzusortieren. Vielleicht hilft ein kleiner Single beim Übergang in ein neues Thema? Sicher soll eine Folge die 60 Minuten nicht reißen, aber ich höre gerne zu und wäre bei dieser Qualität bereit 10 oder 20 Minuten Hörzeit dranzuhängen.

Leider war es mir zeitlich nicht möglich, mehr als sechs Folgen anzuhören. Ich bin mir aber sicher, dass auch die nicht gehörten von ebenso hoher Qualität sind. Und ich werde die lange Liste von 195 Folgen stand heute durchsehen, welche Folgen ich noch unbedingt hören muss.

Um meine Frage von oben wieder aufzugreifen: Dieser Podcast lässt uns unsere Gedanken zeitweise von den realen Problemen befreien und gönnen ihnen eine Pause. Und so betrachtet ist Eskapismus hilfreich und notwendig und der Eskapodcast somit ein Muss!

Ihr findet den Eskapodcast unter https://www.eskapodcast.de/
Diese und alle weiteren Rezensionen findet ihr auch unter https://heldenwelten.de.

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