Grundregelwerk Beta - 4X-Spiel, Bright Future Setting

  • http://spielosophie.com/?p=500


    Der Link führt zu meinem Blog, wo sich das Grundregelwerk kostenlos und einfach heruntergeladen werden kann.
    Das Grundregelwerk ist zwar vollständig, aber nur eine Beta, weil ich einziger Autor bin und mir dadurch das Feedback zum Balancing und Überarbeiten fehlt. Deswegen würde ich mich über möglichst viele Rückmeldungen von euch freuen =)


    Worum geht es?
    - die Spieler sind Söldner in einer Sci-Fi-Welt, die nach Reichtum und Einfluss streben
    - aufgrund der großen Sandbox-Komponente und der verschiedenen Fraktionen entstehen Geschichten häufig von selbst


    Was ist drin?
    - 4X Sandbox, die Ereignisse, Handel und Aufträge selbst generiert sowie sich dynamisch verändern kann
    - sehr offene und individuelle Charaktergenerierung ohne Archetypen oder Klassen, die bereits bei der Generierung eine Geschichte erschafft
    - 27 ausgearbeitete, bespielbare Welten
    - modularer Schiffsbaukasten
    - Hunderte modifizierbare Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Rüstungen
    - große Bandbreite von zivilen Aufträgen und Beschäftigungen (Bergbau, Crafting, Diebstahl, Diplomatie, Forschung, Hacken, Jagden, Journalismus)


    Regelsystem
    - aus DSA ein vertrautes W20 Attributsunterwürfelungsystem, aber mit einigen Erfolgsgraduierungen und asymmetrischen Fertigkeitsstufen
    - 2 Spielmodi: narrative, regelarme Variante für ein schnelles Spiel und eine taktische, regelstarke Variante

  • Hut ab! Beim Öffnen des PDFs fiel mir die buchstäbliche Kinnlade runter. 730! Seiten :eek:. Wenns gedruckt ist, kannst du damit auf Bärenjagd in Alaska gehen oder den Spezialeinheiten als Schutzweste verkaufen. Lass es bloß nicht im Ausland drucken, denn per Flugzeug könnten sie immer nur ein Exemplar mitnehmen. Der arme Teufel, der diese ganzen Textwüsten lektorieren musste :p.


    Nein, Spaß beiseite: Das könnte einen Interessenten aber auch abschrecken. 730 Seiten sind kein Pappenstiel. Vielleicht solltest du darüber nachdenken, auch wenn es teurer wird, daraus zwei oder gar drei Bücher zu machen (Spieler- und Spielleiterbuch etc.). Selbst das sehr gut strukturierte ZWEIHÄNDER hat in der englischen Fassung sage und schreibe 691 Seiten und ist damit ein wahres Monster. Ich plante damals, mit einem guten Freund, das Teil ins Deutsche zu bringen. Aufgrund der schieren Menge an Text, wären wir dazu verdammt gewesen das GRW in zwei Bücher aufzuteilen. Wer hat schon Lust auf einen Bandscheibenvorfall oder Leistenbruch am Spieltisch...


    Ich habe es erstmal nur überflogen, aber der Ansatz gefällt mir schon sehr. Ich mag Sci-Fi-Settings. Derzeit flasht mich ja ALIEN, aber auch Space Gothic oder Traveller schlagen in diese Kerbe. Star Wars sehe ich da eher nicht, das ist zu fantasylastig. Keine Archetypen oder Klassen! Das gefällt mir sehr. Erinnert mich an Cthulhu bzw. RuneQuest. Learning by Doing.



    Was oder wer hat dich inspiriert? Welche Einflüsse erwarten den Leser in deinem Rollenspiel?

  • Erstmal vielen Dank fürs Reinlesen! Du hast leider recht, viele sind durch die hohe Seitenanzahl bereits von Anfang an abgeschreckt. Das liegt, denke ich daran, weil die meisten annehmen, diese Seiten irgendwann auch mal lesen zu müssen, was zum Glück nicht der Fall ist. Die Strukturierung im Buch und die Seitenverweise in den einzelnen Themen leiten den Leser bequem zu den entsprechenden Mechaniken, Tabellen oder Regeln. Es ist auch schwierig, diese Seiten in einzelne Bücher zu trennen, da das Meiste in die Sandbox einfließt. Die nimmt einen großen Teil des Buches ein und ist, ohne ihre Generierungsstärke zu nehmen, nur schwer zu kürzen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob ich das Buch drucken will ^^"
    Vielleicht als Print on Demand, wenn sich das jemand ins Regal stellen mag.
    Stichwort Textwüsten. Ich hatte bei der Erstellung große Probleme Illustratoren zu finden. Wenn du da passende Leute kennst, würde ich mich sehr über ihre Kontaktdaten freuen :)


    Die Inspiration hatte ich vor allem aus dem echten Leben. Ich habe Thomas Hobbes Leviathan gelesen - auch Teufel können Staaten errichten - und schon entstand ein Piratenstaat. Ich glaube, in dem Buch liegen vor allem persönliche Erfahrungen. Vielleicht ist das Setting deswegen auch unverbrauchter (es gibt kein Englisch, keine Erde, keine Aliens), auch wenn die vorherrschenden Ethnien sich bewusst an den irdischen orientieren.
    Aber deine Frage zielt ja eher auf eine kategorische Einordnung, damit man sofort ein Bild hat: Freelancer passt wohl am besten.

  • Illustratoren gibt es genug, nur kosten sie Geld. @suppstitution , wie bereits im Gespräch erwähnt, würde ich mal alle Hobby-Illustratoren auf Facebook und Co. anschreiben. Leute, die in ihrer Freizeit zeichnen gibt es ebenso, wie die, die viel schreiben. ;)

  • Danke für die Antworten. Leider bin ich am Anfang auch mit dieser Einstellung rangegangen. Das war aber eine Katastrophe. Teilweise hatte man sich schon über Facebook auf einen Betrag geeinigt und danach habe ich nie wieder was von denen gehört. Von 10 Hobby-Illustratoren haben 10 den Kontakt abgebrochen. Das ist etwas, was zumindest ich aus meiner Erfahrung niemanden empfehlen kann. Die Leute sind zu unzuverlässig. Ich hatte auch den Fall, dass jemand mir das Probebild (was man sich kostenlos ausmacht, damit ich weiß, wie der Stil ist) nicht vor der Zahlung des gesamten Auftrages zeigen wollte.
    Also ich habe kein Problem für gute Bilder zu bezahlen, aber ich suche da eher verlässliche und professionelle Quellen, die für einen Ottonormalbürger bezahlbar sind. Ich hatte mich auch mal an so eine Agentur gewandt, aber da hatte ich dann Angebote von 10.000 Euro aufwärts ^^"

  • Das klingt ja nicht gut, was du da schilderst. Es ist ja nun mal so: möchte man etwas Vernünftiges, muss man dafür auch zahlen. So kenne ich das, so funktioniert das auch. Kein Gequatsche sondern Nägel mit Köpfen machen. Anders geht es nicht. Mein Beispiel: Ich habe, rein zum Spaß, den Illustrator vom Zweihänder RPG angeschrieben und ihn gefragt, was denn seine Bilder so kosten. Dabei handelte es sich um große Einzelaufträge, weniger um Pakete, die im Verhältnis nun mal auch günstiger sind. Als er mir seinen Preis nannte, beauftragte ich ihn. Daraus sind ein paar Aufträge mehr geworden und seine Arbeit gipfelte in einer Stadtkarte, die er für uns anfertigte. Seine Arbeiten für uns kann man sich HIER ansehen.
    Leider hat er jetzt sehr viel um die Ohren, aber mein Sohn (15) "holt langsam auf", wie man HIER sehen kann. :)

  • So gut wie dein Sohn würde ich auch gerne zeichnen können :D - aber wenn ich das versuche, kommen eher diese lachenden Sonnen von Kindergartenkindern raus. Das ist so das höchste meiner Zeichenkunst >_<"
    Aber du hast ganz recht. Für gute Illustrationen muss man Geld in die Hand nehmen. Ich habe leider nur noch keinen Mittelweg gefunden. Also Künstler, die auch mit dem Gehalt eines normalen Vollbeschäftigten bezahlbar sind, bzw. kenne ich leider niemanden, der mir da was vermitteln kann. Wie seid ihr denn an die Sache rangegangen? Kanntet ihr da konkret Leute oder musstet ihr auch erst suchen?

  • Also wir bezahlen zwischen 50 und 100 Euro pro Illu, je nach Größe und Detailgrad.
    Wir hatten zuerst einen Werbegrafiker, der unsere ersten Illus zeichnete, bevor er keine Zeit mehr hatte.
    Jetzt zeichnet für uns eineehemalige Mitschülerin unseres Sohnes und ein älterer Künstler, der sehr gute schwarz weiß Zeichnungen macht.
    Aber die ca 50 illus, die wir einheitlich benötigen würden, könnten wir uns auch nicht leisten. Iss halt so...

  • Auch erstmal nur überflogen. Sieht vom Layout auf jedenfalls solide aus und macht mir ehrlich gesagt auch einen übersichtlicheren Eindruck als z.B. Nova. Mit Times New Roman macht man im Print-Bereich auf jeden Fall nix falsch. Aber je nach Layout-Programm (und damit je nach Aufwand) könntest du dir eventuell Überlegen, für Überschriften eine Auszeichnungsschrift zu wählen, bisschen größer und mit Abstand zum Fließtext vielleicht - ist aber wie gesagt nur ein Vorschlag.


    Aber ja, Leute zu finden, die man für ein Regelwerk braucht, ist schon nicht ganz einfach. Ich hab das Glück gelernte Mediengestalter zu sein und einigermaßen vernünftige Illustrationen anfertigen zu können, auch wenn ich lieber jemanden dafür bezahlen würde, weil das echt verdammt Zeitaufwendig ist. Autor, Layouter und Illustrator gleichzeitig sein ... Hätte ich keine Lektorin, säß ich vermutlich schon in der Geschlossenen xD

  • Zum Thema Text: Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man immer so viele Leute wie möglich über sein / das Werk sehen lassen sollte, besonders, wenn man es publizieren möchte. Gleiches sagte ich @suppstitution auch schon. Ein Beispiel: Ich bekam mal ein 180 Seiten starkes Regelwerk, welches bereits 5 Leute durchgeschaut hatten. Ich fand immer noch Macken. Ich habe bereits viele Regelwerke und Quellenbücher gelesen und noch nie! war ein fehlerfreies Produkt dabei. Aber: Man sollte als Autor immer das Fehlerfreie anpeilen, auch wenn das so gut wie unmöglich ist, dafür sind Regelwerke einfach zu komplex.


    Zum Thema Illus: Mein Sohn und ich basteln grad, nur für den Hausgebrauch, an einer Mini-Erweiterung für die Verbotenen Lande, ganz inoffiziell. Die Erweiterung ist nur 20 Seiten stark, aber wir haben bereits 15 Illustrationen in ihr verbaut. 😁

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