The sunken Galleon - Die Piratentaverne

  • Ort: Nassau - Bahamas Inseln
    Zeit: 1718 (Goldenes Zeitalter der Piraterie)
    Was wir nicht mögen: Spanier, die Royal Navy, Gouverneure und Vizekönige


    Die Taverne befindet sich direkt am Hafen von Nassau, dem größten und bedeutensten Piratennest zu jener Zeit. Die Bahamas sind ein Zufluchtsort für alle, die der Tyrannei und der Knechtschaft der europäischen Kolonialmächte entfliehen wollen und ihr eigenes Glück suchen. Regiert wird die Insel von der sogenannten "Bruderschaft der Küste", einem Rat von drei Piratenkapitänen die in regelmäßigen Abständen von den Einwohnern der Stadt gewählt werden. Der Naturhafen von Nassau liegt in einer großen Bucht die von einem Fort, bestückt mit Kanonen, beschützt wird.


    Vor ein paar Jahren ist der Krieg um die spanische Erbfolge zu Ende gegangen. Daher wimmelt es in den Gewässern von ehemaligen Freibeutern, vor allem der englischen Krone, die nun versuchen ihr Fortkommen auf eigene Rechnung zu sichern.


    Die Taverne gehört Willem Kaamphuis, einem Piratenkapitän, der sich vor ein paar Monaten zur Ruhe gesetzt hat. Bereits als kleiner Junge fuhr er zur See und heuerte schließlich auf einem Schiff der VOC an. Doch leider war der Kapitän des Ostindienfahrers ein ziemlicher Tyrann, daher meuterte auf der Rückfahrt von Java die Mannschaft. Willem war zwar damals einer der jüngsten Besatzungsmitglieder, jedoch dank seines Charmes und seiner Eloquenz schenkten die Meuterer ihm das Vertrauen und wählten ihn zum Kapitän. Das alles ist nun schon eine halbe Ewigkeit her.





    Willem steht in seiner Taverne und putzt die Gläser. Es ist ein ruhiger Vormittag und er gähnt ein bisschen vor sich hin.

  • Als Jon Jonson in die Taverne eintritt, ist es noch recht früh am morgen. Trotzdem dürstet es ihm nach einem guten Schluck Rum. "Hey, darfst du schon ausschenken oder musst du noch putzen?" Ein breites Grinsen ziert Jons Gesicht und kommt zum Thresen.

  • Willem war so in seinen Gedanken versunken dass er leicht zusammenzuckte als der Neuankömmling ihn plötzlich ansprach. Er musterte ihn aufmerksam von oben bis unten. Dann setzte er ein freundliches Lachen auf und antwortete: "Wir sind hier in Nassau mein Freund. Hier ist es weder zu früh noch zu spät wenn man eine durstige Kehle hat. Setzt euch doch an den Tresen. Was darf ich euch bringen?"

  • Willem zuckt erschrocken zusammen. "Verzeiht mein Freund, ich war gerade in Gedanken versunken". Mit diesen Worten schnappt er sich ein Glas, füllt es randvoll mit bestem Jamaika-Rum und stellt es dem Fremden hin. "Nun erzählt mir doch mal wer ihr seid und was euch in dieses gottverlassene Piratennest führt".

  • "puh, wo soll ich da beginnen?", sinnierte Jon, während er einren kräftigen Schluck nahm und ihn genüsslich im Mund hin und her bewegte, bevor er ihn seiner Kehle entlanglaufen ließ. "Ahhh. Ja, wahrlich ein guter Tropfen. Nun ich heuerte vor Jahren als junger und unerfahrener Mann auf der Heiligen Jungfrau an." Dann sah Jon in die Ferne. So als erinnerte er sich genau an diesen Tag. Es dauerte eine Weile, bis er weitersprach.

  • Der alte Holländer beobachtet den Fremden genau. Wenn er es sich Recht überlegt macht der Seemann einen etwas melancholischen Eindruck auf ihn. Der Armstumpf zeugt auch davon dass der gute Mann schon Einiges durchgemacht haben musste. "Da bin ich mal gespannt , was der Gute noch so alles erzählt", denkt Willem bei sich.

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